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Statement | Markus Albers

3. März 2012 | Autor:

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Statement von Markus Albers – rethink GmbH

Ihr Thema ist Bildung im Google-Zeitalter. Was erwartet uns heute? – Bildung, und das wissen wir alle, verändert sich gerade ganz grundsätzlich. Bildung wird kollaborativer, sie wird virtueller, sie wird auch multimedialer. Die spannende Frage ist jenseits der Schlagworte, was heisst denn das konkret?  Also, wie bringe ich Wissen wirklich zu den Menschen heutzutage. Wie erreiche ich die Menschen überhaupt noch? Darüber würde ich gerne ein bisschen sprechen. – Und welchen Nutzen stiftet Bildung im Google-Zeitalter, wie können Formen der Bildung stattfinden? – Das Neue ist ja, dass das Schlagwort vom Lebenslangen Lernen, das uns ja schon lange begleitet, in der Lebenswirklichkeit der Menschen angekommen ist. Denn, wenn Sie heute mit jungen Menschen sprechen, dann wissen sie, dass sie einen Job nicht mehr ein Leben lang machen. Dass sie ihr Wissen wahrscheinlich alle zwei bis vier Jahre komplett austauschen müssen und ständig neue Dinge lernen müssen. Da stoßen Schulen und auch Universitäten an ihre Grenzen. Und da ist dann die spannende Frage, wie lerne ich mein Leben lang? Da gibt es ganz tolle technische Antworten, aber Technik alleine kann es natürlich nicht sein.

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Statements | Steffi Rohling und Dr. Martin Dust

3. März 2012 | Autor:

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Statements von Steffi Rohling, Verband der Volkshochschulen Rheinland-Pfalz und Dr. Martin Dust, Verband der Volkshochschulen des Saarlandes

Bildung im Google-Zeitalter, was erwarten Sie?
Steffi Rohling: Ich erwarte, dass ich selber ein paar Impulse geben kann und auch etwas mitnehme, weil ich auch Direktorin eines Volkshochschulverbandes bin. Von daher bin ich sehr interessiert, was die Volkshochschulen in Hessen sagen, wie die Volkshochschule der Zukunft aussieht.
Dr. Martin Dust: Ich erwarte mir auf den gesamten Bereich web 2.0 gesehen weitere Anregungen für die Volkshochschule, um hier präsent zu sein. Wir haben im Saarland erste Schritte durch die Seminare in dem Bereich gesetzt und durch den Verein Bildung im Internet, der versucht online-Kurse an Volkshochschulen zu vertreiben.

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Statement | Heinrich Krobbach

3. März 2012 | Autor:

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Statement von Heinrich Krobbach – Volkshochschule Groß-Gerau

Heute geht es um Bildungsformen im Internet, Bildung im Google-Zeitalter, was bedeutet das für Sie? – Eine Aufgabe. Weniger die Klärung technisch-didaktischer Fragen, wir arbeiten schon sehr lange an dem Thema, wir haben schon vor über 10 Jahren Bildungsangebote im Internet durchgeführt. Für mich ist es eine Frage der Nachfrage, eine Frage der Gewohnheiten der Menschen zu lernen. Ich bin etwas skeptisch, ob es ein reines Internetlernen sein würde in der Zukunft. Das spezifische Profil von Volkshochschule hat doch auch viel damit zu tun, dass Menschen sich lebendig begegnen, zusammenkommen und austauschen. – Es ist also eher ein ergänzendes Angebot zu den Volkshochschulangeboten? – Das denke ich auch. Wir bieten bei uns in Groß-Gerau einige Kurse in dieser Form des blended-learning an, in der die Internet-gestützte Kommunikation Ergänzung zu den Präsenzphasen ist.

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Statement | Michael Scholz-Woywodt

3. März 2012 | Autor:

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Statement von Michael Scholz-Woywodt – Volkshochschule Rüsselsheim

Ich denke und ich wünsche mir, dass die Medien und das online-Lernen noch mehr zunehmen werden und ich hoffe, dass wir das auch technisch umsetzen können.

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Statement | Klaus Hebborn

3. März 2012 | Autor:

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Statement von Klaus Hebborn – Leiter des Dezernats Bildung, Kultur und Sport des Deutschen Städtetags

Zukunftsbilder von Volkshochschulen, was sind die zentralen Perspektiven des Deutschen Städtetags? – Volkshochschulen sind eine der zentralen Bildungseinrichtungen der Kommunen. Und insofern unterstützen sie die Kommunen auch darin öffentlichen und politischen Wandel mitzugestalten. Insofern sind Volkshochschulen Bildungsinstitutionen die für bestimmte Inhalte stehen, wie berufliche Bildung, wie Sprachen lernen. Aber auf der anderen Seite sind sie auch Orte der Begegnung und des Dialogs, z.B. des interkulturellen Dialogs mit dem Ziel der Integration. Denn diese Aufgaben können erfolgreich nur vor Ort bewältigt werden. Das kann man nicht auf Landes- oder Bundesebene machen. Insofern sind die Volkshochschulen Bildungseinrichtungen und Einrichtungen, die die Kommunen in der Bewältigung von Zukunftsaufgaben unterstützen. – Sie sagten ganz konkret, Männer seien eine noch unterproportional vertretene Zielgruppe an den Volkshochschulen. Welches Bildungsangebot würde Sie denn in die Volkshochschule locken? – Ich denke, das ist nicht so sehr eine Frage von Angeboten. Ich denke, Sprachkurse können von Frauen und von Männern besucht werden. Ich glaube, es hat mehr mit Anspracheformen und Motivation zu tun. Und da war mein Plädoyer dafür, dass Volkshochschulen sich Anspracheformen und Motivationsmöglichkeiten für die Zielgruppen überlegen sollten, die sie bisher noch nicht so sehr ansprechen. Und da sind Männer sicherlich eine Gruppe. Aber wir müssen uns auch bewusst sein, dass bestimmte Milieus vorrangig von der Volkshochschule bedient werden, also sozusagen der klassische Mittelstand, und dass wir andere Gruppen ansprechen müssen, um da auch noch Entwicklungspotenzial zu erschließen. Also insofern ist es mehr eine Frage der Motivation und der Ansprache als der Angebote selber. Also es gibt keine Männersprachkurse oder Frauensprachkurse. Aber es gibt durchaus Formen, wie man besser an die eine oder andere Zielgruppe herankommt

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Statement | Dr. Marieanne Ebsen-Lenz

3. März 2012 | Autor:

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Statement von Dr. Marieanne Ebsen-Lenz – Volkshochschule des Landkreises Gießen

Was nehmen Sie heute vom Innovationstag mit? – Ich nehme bunte Bilder mit, die man hier auch sehen kann. Mit den bunten Bildern verbinde ich sehr intensive Diskussionen. Ich fand es interessant, das, was wir heute morgen in den Impulsreferaten gehört haben, nochmal kritisch zu hinterfragen, Anregungen aufzugreifen und habe bei uns am Tisch ein Phänomen festgestellt. Dass wir sehr schnell nach mehr Geld fragen und sozusagen die Innovationsfähigkeit unserer Einrichtung Volkshochschule an dem Mehr an Geld festmachen. Dabei ist mir deutlich geworden, viel deutlicher als mir das alleine klar geworden wäre, dass wir selbstverständlich finanzielle Ressourcen sicherstellen müssen aber viel stärker auch das hinterfragen, was wir tatsächlich tun. Wir fühlen uns teilweise getrieben von Dingen, die wir im Moment machen, von Quantität und Qualität und sind nicht ohne weiteres bereit, eine Aufgabenkritik aus der eigenen Perspektive vorzunehmen im Sinne von: Müssen wir 22 Spanischkurse machen, wenn wir mit den Ressourcen nur das Pensum schaffen. Können wir nicht sagen, wir machen nur 18 Kurse, und mit dem Rest machen wir etwas völlig Neues?
Der nächste Punkt, der für mich noch interessant war, der Ansatz eines Matching, eines Makeln von “Bildungsanbietern” und Bildungswilligen auf dem freien Markt, ob das im Netz oder wie auch immer, den halte ich unter dem Dach der Volkshochschule unter dem Aspekt, dass wir für Qualität stehen, für problematisch. Ich muss darüber nochmal nachdenken.

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Statement | Torsten Dreher

3. März 2012 | Autor:

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Statement von Torsten Dreher – Volkshochschule Frankfurt am Main

Was sind für Sie gelungene Zukunftsbilder 2030?

Im Prinzip, wenn wir es schaffen, das was wir traditionell vermitteln mit den modernen Anforderungen in Einklang zu bringen. Also, was wir jetzt gerade gehört haben, Lernen über das Internet usw., da sind die Volkshochschulen ja ganz am Anfang. Viele meiner Kollegen wissen auch, dass das nicht die alleinige Lernform sein kann, weil es nicht das ist, was Teilnehmer bei den Volkshochschulen abrufen. Wir müssen die beiden Sachen verbinden. Und da sind wir noch relativ schlecht und noch relativ in den Anfängen. Ich denke, nicht nur online-Lernen ist die Zukunft, sondern das Integrieren von Bestandteilen von online-Lernen. Wir bauen gerade bei uns moodle-Plattformen auf, wo sich auch ganz traditionelle Kurse über Internet austauschen können. Und das denke ich wird im Endergebnis zu gelungenem Lernen beitragen. – Das unterstützt also die Netzwerkarbeit innerhalb der Volkshochschul-Kurse? – Ja, ich denke das ist eine andere Art von sozialem Lernen. Die Teilnehmer kommen zur Volkshochschule um sich auch sozial zu betätigen. Und da gibt es die zwei Ebenen: das Live-vor-Ort-Sein und das Sich-im-Netz-sozial-treffen. Und beides wollen unsere Teilnehmer.

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Statement | Anja C. Weber

3. März 2012 | Autor:

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Statement von Anja C. Weber – Volkshochschule Wiesbaden.

Welche Formen von interaktiven Bildungsangeboten schätzen Ihre Teilnehmer heute und in Zukunft? – Das weiß ich noch nicht. Ausgehend von den Teilnehmern, die wir haben, denke ich, dass sie es schätzen würden, wenn wir interaktive Angebote hätten. Insbesondere junge Menschen sind interaktive Angebote aus dem Studium gewohnt. Wir planen einen Piloten im Bereich Sprachen. Ich bin gespannt, wie das angenommen wird. Ich fände es außerdem interessant, nicht nur mit einer Lernplattform zu arbeiten, sondern andere Bereiche aus dem Netz mit einzubinden. Wissen entsteht immer schneller. Wichtig ist zu erfahren, wie kommen wir an Wissen und parallel dazu, wie können wir mit dem Wissen z.B. eben mit Sprache handeln.

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Dr. Christoph Köck interviewt Sarah Link

3. März 2012 | Autor:

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Dr. Christoph Köck interviewt Sarah Link von der Universität Marburg

Als eine der jüngsten im Auditorium fragt Dr. Christoph Köck Sarah Link nach Ihren Eindrücken. Frau Link interessiert sich sehr für das Thema Volkshochschule und ist selbst davon überrascht. Volkshochschule ist unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen nicht so ein großes Thema. Was könnte man also tun, damit Volkshochschule in der Generation 18 bis 30 Jahre eine größere Popularität bekommt? Eine Imageaufwertung bzw. – veränderung, weil die Leitlinien der Volkshochschule nicht mehr ganz modern sind. Man müsste z.B. mehr auf die Umwelt reagieren und fragen, was die Bedürfnisse sind. Frau Link vermutet, dass es für junge Menschen im Moment wichtig ist, zertifizierte berufliche und betriebliche Weiterbildungsangebote  in Anspruch zu nehmen. Angebote, die ein Sprungbrett in den Beruf sind. Daher wäre es seitens der Volkshochschule wichtig, sich zu öffnen und zielgruppenspezifisch zu reagieren.

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Statement | Annalena Wolf

3. März 2012 | Autor:

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Statement von Annalena Wolf – hvv Institut GmbH

Was sind Ihre Eindrücke unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern? – Am Anfang war noch eine große Zurückhaltung unter den Teilnehmenden zu spüren.  Dann wurde man aufgefordert mitzuarbeiten und hatte dann auch Freude daran in alle Richtungen zu denken. Wichtig war, überhaupt kreativ zu arbeiten und das bringt der Innovationstag mit sich.

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Dr. Christoph Köck und Bernhard Wolf im Gespräch

3. März 2012 | Autor:

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Dr. Christoph Köck, hvv Institut GmbH und Bernhard S.T. Wolf, Hessischer Volkshochschulverband

Vor einem Zukunftsbild der Volkshochschulen kam die Frage auf: Sind Volkshochschulen Dinosaurier, die etwas für Dinosaurier machen? – Das ist natürlich schon sehr überspitzt. Man könnte sich vorstellen, dass Volkshochschule als eine Einrichtung beschrieben werden kann, die es seit über 100 Jahren gibt, die bestimmte Strukturen entwickelt hat und bestimmte Bevölkerungsgruppen anzieht. Die Volkshochschule hat sich jedoch immer auf neue Bedarfe und Bedürfnisse eingestellt. Und sie muss auf dem Markt bestehen. Das darf man nicht vergessen. Wenn sie also etwas anbietet, das nicht mehr attraktiv ist, dann wird sie von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht mehr angenommen. Insofern entwickelt sie sich ständig weiter. Das Dinosaurierhafte ist vielleicht unter dem Aspekt zu beachten, dass man aufpassen muss, dass es nicht irgendwann eine Explosion gibt die einen vom Markt fegt, weil man z.B. nicht mehr entsprechend finanziert wird. Die Finanzen sind weiterhin immer wieder labil bzw. volatil. – So eine Explosion könnte ja auch die Digitale Revolution sein, mit der sich die Volkshochschulen immer stärker beschäftigen. Wie sind da die Entwicklungsperspektiven in den nächsten Jahren? – Die Volkshochschule hat sich automatisch den digitalen Entwicklungen geöffnet und wird sich auch weiter damit befassen wird. So wie die Leute, die in der Volkshochschule sind, das auch brauchen oder die Leute die nicht in der Volkshochschule sind sagen, also vielleicht fehlt auch die soziale Komponente beim Lernen, die Präsenzphase. Und insofern glaube ich, Volkshochschule hat sich mit allen neuen Methoden jeweils arrangieren können und wird es auch damit tun. Sie muss jetzt nur einen Weg finden, dass diese Entwicklung nicht an ihr vorbei läuft, sondern dass sie auch da ein Forum bietet, um sich gemeinsam mit Fragen der digitalen Entwicklung auseinanderzusetzen, oder zu schauen, was bietet uns die digitale Entwicklung – in der Gesellschaft oder beim Lernen.

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