Dr. Christoph Köck und Bernhard Wolf im Gespräch

3. März 2012 | Autor:

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Dr. Christoph Köck, hvv Institut GmbH und Bernhard S.T. Wolf, Hessischer Volkshochschulverband

Vor einem Zukunftsbild der Volkshochschulen kam die Frage auf: Sind Volkshochschulen Dinosaurier, die etwas für Dinosaurier machen? – Das ist natürlich schon sehr überspitzt. Man könnte sich vorstellen, dass Volkshochschule als eine Einrichtung beschrieben werden kann, die es seit über 100 Jahren gibt, die bestimmte Strukturen entwickelt hat und bestimmte Bevölkerungsgruppen anzieht. Die Volkshochschule hat sich jedoch immer auf neue Bedarfe und Bedürfnisse eingestellt. Und sie muss auf dem Markt bestehen. Das darf man nicht vergessen. Wenn sie also etwas anbietet, das nicht mehr attraktiv ist, dann wird sie von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht mehr angenommen. Insofern entwickelt sie sich ständig weiter. Das Dinosaurierhafte ist vielleicht unter dem Aspekt zu beachten, dass man aufpassen muss, dass es nicht irgendwann eine Explosion gibt die einen vom Markt fegt, weil man z.B. nicht mehr entsprechend finanziert wird. Die Finanzen sind weiterhin immer wieder labil bzw. volatil. – So eine Explosion könnte ja auch die Digitale Revolution sein, mit der sich die Volkshochschulen immer stärker beschäftigen. Wie sind da die Entwicklungsperspektiven in den nächsten Jahren? – Die Volkshochschule hat sich automatisch den digitalen Entwicklungen geöffnet und wird sich auch weiter damit befassen wird. So wie die Leute, die in der Volkshochschule sind, das auch brauchen oder die Leute die nicht in der Volkshochschule sind sagen, also vielleicht fehlt auch die soziale Komponente beim Lernen, die Präsenzphase. Und insofern glaube ich, Volkshochschule hat sich mit allen neuen Methoden jeweils arrangieren können und wird es auch damit tun. Sie muss jetzt nur einen Weg finden, dass diese Entwicklung nicht an ihr vorbei läuft, sondern dass sie auch da ein Forum bietet, um sich gemeinsam mit Fragen der digitalen Entwicklung auseinanderzusetzen, oder zu schauen, was bietet uns die digitale Entwicklung – in der Gesellschaft oder beim Lernen.

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Kategorie: Statements 2012 | 

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